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Tratti on Tour 2012
 

Le Tour du Mont Blanc 2012

Der wohl härteste Radmarathon in den Alpen

330 km / 8000 Hm / 7 Pässe
 

22.07.2012


 

www.letourdumontblanc.fr

 

 

Am Freitagmorgen um 9 Uhr ging die Reise zum zweiten mal nach Savoyen. Ich freute mich auf die Veranstaltung, da es wohl die einzige Radveranstaltung 2012 im Ausland ist. Durch berufliche Veränderungen, kam das Training einfach viel zu kurz, zwar fuhr ich fast täglich mit dem Rad zur Arbeit, aber da gibt es wenig neue Reize. Einige Sonntagstouren im Rheinhessischen Hügelland, aber nie länger als 2 - 3 Stunden, und keine Tour 100 km oder mehr. Zu Pfingsten dann wie schon seit Jahren den Radmarathon in Rockenhausen, das war dann die erste Tour über 100 km.

Vernünftig war das natürlich nicht, aber verzichtet hatte ich dieses Jahr auf genug. Ich wollte einfach einen schönen Tag auf dem Rad haben, und die Zeit war mir völlig egal.

Um 16 Uhr waren wir dann in Les Saisies, nach dem wir unser Zimmer bezogen hatten, gingen wir noch zum Einkaufen fürs Abendessen und Frühstück. Auf dem Rückweg trafen wir Ronald, Evelyn und Judith aus Mittenwald.

Am Samstagmittag, fuhr ich die Abfahrt nach  Megeve runter, zur Besichtigung des morgigen Abfahrt die noch im dunkeln stattfindet. Die Straße war letztes Jahr schon übel, und dieses Jahr auch keinen deut besser.

Im Anschluss ging es zum Einchecken: Es gab einen Zeitnahme - Chip, Startnummer, ein sehr schönes Radtrikot, Fahrerpass und zwei Markierungskarten für Gepäckstücke die man an den Verpflegungszonen hinterlegen konnte.

Mit den Beuteln ging es dann zur Fahrerbesprechung, die um 17 Uhr in der Touristeninfo begann.

Laut Startnummernausgabe waren ca. 400 Fahrer gemeldet. Die Besprechung wurde in französisch und englisch durchgeführt. Es wurde auf Gefahren- und Verpflegungsstellen hingewiesen, was es wo zu Essen und zu Trinken gibt, auf Möglichkeiten des Rücktransportes bei Abbruch und auf  die Kontrollzeiten die man unterschreiten musste um im Rennen zu bleiben.

Nach der Pasta - Party gingen wir wieder zurück ins Hotel. Die letzten Vorbereitungen wurden gemacht, nochmals die aktuellsten Wetterdaten angesehen, und ab ins Bett.

Um drei Uhr ging der Wecker an und der erste Gang war direkt auf den Balkon: Trocken, aber kalte 2 Grad!

Beim Frühstück nochmals das Höhenprofil angesehen und die Länge der Anstiege und die jeweiligen Höhenmeter eingeprägt. Sonnencreme aufgetragen und angezogen und die Flaschen gefüllt. Ab an den Start! Am Start habe ich noch Rupert aus Dachau getroffen, wie schon bei der Fahrerbesprechung. Und dann kamen noch 3 Kollegen aus der Heimat Rheinhessen an den Start, Otmar Schellen und zwei Kollegen aus Wörstadt, 4 Rheinhessen am Start!

Die Abfahrt war auch wieder ziemlich heftig, ein Schlagloch habe ich übersehen, und da flog mein Vorderlicht weg und eine Flaschenhalter war gebrochen, heftiger Schlag!

Im Tal angekommen, bildeten sich auch gleich die ersten Gruppen und es ging hügelig nach Megeve

In der Abfahrt nach St Gervais fuhr ich um eine rechts Kurve, und erblickte das Mont Blanc Massiv in seiner ganzen Schönheit, das war großes Kino.

 

 

Die erste Verpflegung nach 56 km lag auf ca. 1100 Hm. Schnell eine Flasche gefüllt, sowie ein Gel eingeworfen - und weiter ging es. Ich bin das ganze sehr entspannt angegangen, sagt mir immer wieder vor, das letzte drittel ist das schönste, und das wollte ich genießen.

Über den Col des Montets (1419m) kann man locker drüber rollen, auch der Anstieg zum Col de La Forclaz (1526m) ist nicht sonderlich hart.

Auf der Passhöhe angekommen zog ich meine Windweste an, und genoss die tolle Abfahrt nach  Martigny. Die Sonne strahlte in der Abfahrt schon eine tolle wärme ab.

An der zweiten Verpflegung aß ich Camembert-Salami-Baguette und noch ein Gel. Mit gefüllter Flasche ging es dann in den ersten harten Anstieg - auf den Col de Champex (1493m).

In der Passabfahrt verlor ich meine schöne Rheinhessenpower Windweste, diese Abfahrt hat es mit mir, aber besser als der Sturz im letzten Jahr. An der letzt jährigen Unfallstelle hingen 2 Luftballons!

Ich fuhr gleich ohne Halt weiter in den längsten Anstieg des Tages auf den großen St. Bernhard. Bis zum Tunnel war der Verkehr wieder grauenhaft, als ich aus dem Tunnel raus fuhr, traf ich Ronald, mit Ihm zusammen ging es nach einer Pause dann in die Abfahrt und durchs Aosta Tal.

Durch das Aostatal ging es entlang der Superstrada Richtung Mont Blanc Tunnel bis zur nächsten Verpflegungsstelle in Salle. Ich nahm mir einen Teller Pasta und setzte mich mit Ronald in den Schatten und wir tranken Cola,  es war ziemlich heiß. Appetit hatte ich nicht, aber ein paar Kohlehydrate mussten sein. Als Nachtisch gab es noch ein Gel.

Danach machten wir uns auf den Weg zu dem Anstieg vom kleinen St. Bernhard. Es war richtig heiß, mein Magen fing an Probleme zu machen. An Essen war nicht mehr zu Denken, auch isotonische Getränke waren problematisch. In La Thuile füllte ich meine Flaschen mit Brunnenwasser auf, das ging dann wieder rein. An der Verpflegung auf dem Pass trafen wir Evelyn und Judith. Die Mädels hatten einen Radler mit dabei, den bekam ich problemlos runter, aber Essen und Gel gingen bis ins Ziel nicht mehr. Nochmals Danke an Euch beide für den Klamotten Transport und die moralischer Unterstützung das war super, Danke !

 

 

 

 

 

 

 

 

Nur nicht zu lange Rumsitzen, mir wurde kalt, ab in die Abfahrt und ich rollte gemütlich runter nach Seez. An der nächsten Verpflegungsstelle gab es wieder Pasta, aber ich musste weiter, bei mir ging nur noch Grundlage GA 1, mit Wasser und ab und zu ein Schluck Cola ging es weiter.

Der Anstieg zum Cormet de Roselend (1968m) ca. 20 km ist einfach Klasse, und nach der Baumgrenze landschaftlich der Hammer. Aber ein brutaler Gegenwind kam vom Pass runter geblasen. Ich fuhr teilweise in Unterlenker Position. Am Pass füllte ich noch eine Flasche mit Cola + Wasser und ab ging es wieder und ließ mich runter rollen zum letzen Anstieg des Tages.

 

 

Der Anstieg nach Le Saisies wollte irgendwie nicht enden, ein paar Mitstreiter holte ich noch ein, aber keiner wollte noch groß Smalltalk halten. Und dann sah ich auch endlich den Zielort, ein paar Zuschauer applaudierten, und dann war es auch wieder vollbracht, Zieldurchfahrt und Schnauze voll, ich wollte nur noch Duschen. Das war mentale Schwerstarbeit, aber ich war Happy das ich mich mal wieder durchgebissen habe.

Nach dem Duschen gingen wir noch mal in die Veranstaltungshalle zum Finisher Buffet.

Aber auch da ging mit Essen bei mir nicht wirklich viel. Für solche Veranstaltung muss die Vorbereitung schon stimmen, aber ich habe es ja geschafft. Alle guten Dinge sind 3, beim nächsten mal starte ich mit guter Form bei gutem Wetter :-)

Zum Frühstück verdrückte ich dann eine Dosen Pfälzer Bratwurst mit leckerem frischem Bagutte, geht doch.

 


Geschafft!

 

 


Nach 16:28 Std. im Ziel

 

 


Auch Ronald war Happy im Ziel

 

 

 

 



 

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